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Industriezeitalter in Holsterhausen (Anfang 20. Jahrhundert)

Dieses begann mit dem Versuch der Bohrgesellschaft Trier, im Jahre 1899 zwei Schächte für die Kohlenförderung an der Eisenbahnlinie Wesel-Haltern niederzubringen. Nach einigen Rückschlägen konnte die neue Schachtanlage 1911 mit der Kohlenförderung beginnen.

Zwei ausgedehnte Kolonien waren neben dem alten Ortskern entstanden, und die Bevölkerungszahl stieg von 671 (1900) bis 1440 (1910) auf 3931 im Jahre 1915. Im Jahre 1930 lebten 6262 Menschen in Holsterhausen. Die Bevölkerungszahl hatte sich somit innerhalb von 30 Jahren fast verzehnfacht. Der Anteil der Einwohner, der nicht zur alteingesessenen Bevölkerung zählte, betrug mehr als 80 Prozent. "Und weil die Koloniebewohner sich nicht nur durch Spürache, Sitte und Rasse von den Einheimischen unterschieden, sondern auch durch den Beruf, haben sich die Gegensätze zwische Dorf und KOKlonie... nach der Zechengründung nur langsam abgeschwächt; erst nach dem 2. Weltkrieg sind sie stärker abgeklungen.
Neben der Schachtanlage wurde im Jahre 1911 auf dem Gelände des alten Kreskenhofes ein Keramitwerk in Betrieb genommen, das Keramit-Pflasterseine, - Platten, Schamottesteine und glasierte Wandplatten produzierte. Es beschläftigte ca. 350 Arbeiter.

Mit dem Kriegsausbruch ging das Werk in Konkurs (1915) und wurde 1916 zu einem Stahlwerk umgebaut, das auch Rüstungsgüter produzierte und bis 1927 bestand. Dann wurde es im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen geschlossen und abgebaut.
Ebenfalls durch Rationalisierungen wurde die Förderung der Schachtanlage Baldur von der Zeche Fürst Leopold übernommen. "Durch die Stillegung wurden plötzlich über 1000 Bergleute arbeitslos .... Insgesamt sank die Anzahl der Beschläftigten der Schachtanlagen von 3842 im Jahre 1927 auf 1109 im Jahre 1935. Da der größte Teil der entlassenen Bergleute in Holsterhausen wohnte, zählte diese Zechengemeinde damals zu den ärmsten Gemeinden Rheinlands und Westfalens."

Im Jahre 1900 beschloß der Kirchenvorstand, einen neuen Friedhof anzulegen, da der alte auf dem Kirchhof - zu klein geworden war. Für 4500 Mark erwarb die Pfarre vom Grafen von Merfeldt das Grundstück am Dickhofsbusch. Als Friedhofswärter wurde der Berginvalide Magnus Becker angestellt; der erste Verstorbene aus der Gemeinde, der auf dem neuen Friedhof beerdigt wurde, war Heinrich Scholtholt (1904). Im gleichen Jahr wurde die Bauernschaft Emmelkamp kirchlich von Schermbeck nach Holsterhausen umgemeindet.

1903 wurde der Mütterverein, die heutige Frauengemeinschaft St. Antonius, gegründet. 1908 gründete man den Arbeiterverein, die heutige KAB-St. Antonius; und 1911 wurde die Borromäus-Pfarrbücherei eröffnet. Schnell wurde immer deutlicher, dassdie Antoniusgemeinde eine neue, größere Pfarrkirche brauchte.

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Pfarrnachrichten

15.07.2018

Vertretungsdienst von Pfarrer Dratwa

Auch in diesem Jahr wird Pfarrer Dratwa wieder zu Gast in unserer Gemeinde sein. Er kommt am 16.07. und bleibt bis zum 05.08. 2018. Er wird im Pfarrhaus
St. Bonifatius wohnen. Wer Pfarrer Dratwa einmal zu sich einladen möchte, kann sich gerne im Pfarrbüro melden.

Pastor Kurian

Nach Absprache mit seinem Orden und dem Bistum Münster wird Pastor Kurian für weitere fünf Jahre in unserer Gemeinde tätig sein.


Termine

Dienstag, 17.07.2018

9.00 Uhr

Eucharistiefeier

Mittwoch, 18.07.2018

Kolping

Die Kolpingfamilie lädt alle Interessierten ein zu einem Spielenachmittag im Pfarrheim um 15.00 Uhr.

Donnerstag, 19.07.2018

19.00 Uhr

Eucharistiefeier

Samstag, 21.07.2018

18.00 Uhr

Vorabendmesse

15.00 Uhr

Trauung des Braupaares Jens Dolle und Hanna Haupenthal

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